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Radfahren in der heißen Stadt

Hochsommer 2015. Die Temperaturen halten sich seit gefühlten Wochen konstant über der 30° C Schwelle. Die Hitze kommt den ganzen lieben Tag lang von oben und knallt von den Wänden und Straßen reflektiert zurück zum Körper, an dessen Hautoberflächen das Gefühl für „heiß“ entsteht.

Wie geht es da mit dem Radfahren? Eigentlich so wie immer, nur halt ein wenig bedächtiger, überlegter und weniger überschäumend. Nicht nur mir, sondern auch den anderen. Das wirkt sich auf die Straßensituation aus. Der Verkehr ist weniger vehement als sonst. Weniger Lärm! Doch die Hitze zieht unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst und damit weg vom Verkehrsgeschehen. Wir fühlen uns schwächer und sind weniger alert. Alltagsverstand und Erfahrung sagen: viel Kühles trinken, Pausen einlegen, Schatten suchen, usw. Eh klar. Die Wissenschaft begründet diese Schlussfolgerungen mit interessanten Fakten wie z.B. dass das Herz bei 23°C ca. 6 Liter und bei 38°C fast 13 Liter pro Minute in die Arterien pumpt. Kein Wunder wenn man sich also schon im Stand fühlt als ob man einen steilen Berg hoch kurbeln würde. Nichtsdestotrotz wirbelt der Fahrtwind wie gehabt unser Haar und streichelt unsere Haut, sobald wir wie gewohnt Fahrt aufnehmen.